Hydranten

Wissen Sie, wie ein Hydrant funktioniert?

Hydro ist griechisch und heisst Wasser. Hydranten sind demnach Wasserentnahmestellen. Sie sind in sinnvollen Abständen in den Versorgungsleitungen einer Ortschaft oder Stadt integriert.

Hydranten dienen hauptsächlich der Feuerwehr zu Löschzwecken, aber auch der Strassenreinigung. Baustellen werden ab Hydranten mit Wasser versorgt, als Notwasserentnahmestelle dienen sie bei Störungen an Versorgungsleitungen. Ebenso kann ab einem Hydranten eine Notleitung verlegt werden. Zu diesem Zweck ist in vielen Hydranten eine grosse Entnahmestelle integriert, wie auf der Abbildung links ersichtlich ist.

Normalerweise werden Überflurhydranten (Abbildungen) verwendet. Bei sehr engen Platzverhältnissen werden Unterflurhydranten montiert, diese sind völlig im Boden versetzt. Exakte Planwerke, Hinweisschilder oder entsprechende Bemahlungen erleichtern das Auffinden der Hydranten.

Jeder Überflurhydrant hat grundsätzlich drei Ventile. In der Mitte wird das Hauptventil bedient, dieses ist tief unten - frostsicher - im Hydranten angebracht. Links und rechts befindet sich je ein Seitenventil. An die Seitenventile werden mittels Storzkupplungen die Schläuche der Feuerwehr angeschlossen.

Nach dem Öffnen des Hauptventils strömt Wasser bis zu den Seitenventilen, jedoch erst durch das Öffnen der Seitenventile wird das Wasser freigegeben.

Es ist sehr wichtig, dass ein Hydrant nicht weiter als bis zur vorbestimmten Höhe im Boden montiert wird. Bodeneben befindet sich im Hydranten eine Sollbruchstelle.

Bei einem Unfall, z.B. bei einem Umfahren des Hydranten durch ein Fahrzeug, bricht der Hydrant bei der Sollbruchstelle bodeneben ab; das Hauptventil bleibt dabei dicht, - es tritt kein Wasser aus.



Im Betriebszustand - bei geöffnetem Hauptventil - drückt das Wasser die kleine Kugel gegen die Entleerungsöffnung. Wird der Hydrant - frostsicher im Boden, in einer Tiefe von ca. 1,5 m - durch das Schliessen des Hauptventils abgestellt, bleibt im Standrohr Wasser zurück. Bei kalten Temperaturen würde dieses Wasser gefrieren und den Hydranten zerstören, der Hydrant muss sich also selbsttätig entleeren. Durch das Öffnen eines der beiden Seitenventile strömt Luft in den Hydranten. Ohne Druck fällt die Kugel vom Sitz zurück, das Wasser fliesst aus, der Hydrant entleert sich.



Bei dieser Art wird im geöffnetem Zustand die seitliche Wandung der grossen braunen Dichtung vor die Entleerung geschoben. Der Hydrant ist geöffnet, die Entleerung zu. Beim Schliessen des Hauptventils wird die Entleerungsöffnung freigegeben. Durch das Öffnen eines Seitenventils stömt Luft ein und der Hydrant entleert sich.

Rund um die Entleerungsöffnung wird Kies und Steinmaterial eingefüllt, damit die Öffnung nicht durch im Humus wachsende Pflanzen verstopft wird.



 

Zu Revionszwecken muss jeder Hydrant vom Netz abgetrennt werden können. Zu diesem Zweck wird vor jedem Hydranten ein Schieber eingebaut. Schieber sind langsam schliessende Absperrorgane. Der sich senkrecht verschiebende Keil ist wegen der besseren Abdichtung meist mit Gummi umhüllt.

Auf dem Bild sichtbar ist ein Abzweig der Versorgungsleitung an welcher der Schieber mittels einer Flanschverschraubung montiert wurde.



Hydranten in der Schweiz

Hydranten aus aller Welt

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Zuletzt bearbeitet am 16.10.2009. © Hermann Ryter - E-Mail: h.ryter@bluewin.ch

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